
Gradion baute die Schuhe.de-Plattform auf einer modularen Commerce-Architektur neu auf, um Performance, Suche und Checkout auf E-Commerce-Niveau zu bringen.
Überblick
Kunde
Schuhe.de
Branche
Mode- und Schuhhandel (E-Commerce)
Region
Deutschland
Größe
Größte Nicht-Lebensmittel-Handelsgenossenschaft Europas, 8,7 Mrd. Euro Geschäftsvolumen, über 5.500 Mitgliedshändler
Herausforderung
Vollständige Replattformierung, Umstieg auf eine modulare Commerce-Architektur, Modernisierung von Performance und Nutzererlebnis
Leistungen
Modulare Commerce-Architektur, Frontend-Entwicklung, Microservices- und Cloud-Infrastruktur, Produktdatenmanagement, Zahlungs- und Suchintegration, CI/CD-Automatisierung
Dauer
laufend, kein Enddatum angegeben
Team
nicht angegeben
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Kundenkontext
Schuhe.de ist die digitale, kundenseitige Plattform für Schuhe der größten Handelsgenossenschaft Europas im Nicht-Lebensmittelbereich. Die Genossenschaft erzielt ein Geschäftsvolumen von 8,7 Milliarden Euro und zählt mehr als 5.500 selbstständige Mitgliedshändler in Deutschland, den Benelux-Ländern, Frankreich, Österreich, der Schweiz, Schweden und Norwegen. Schuhe.de selbst ist in Deutschland verortet und agiert im Mode- und Schuhhandel. Die Genossenschaft hat tiefe Wurzeln im europäischen Schuhhandel, doch die digitale Ebene verlangte einen anderen Anspruch: Schuhe.de sollte nach den Maßstäben des modernen E-Commerce mithalten, wo Kundinnen und Kunden nahezu augenblickliche Suchergebnisse, reibungslose Checkout-Abläufe und eine Plattform erwarten, die sich schnell genug weiterentwickelt, um auf Marktbedingungen und saisonale Kampagnen zu reagieren. Der Auftrag stand für sich und war getrennt von einer früheren Plattform-Stabilisierungsarbeit, die Gradion zuvor für die Media-Sparte derselben Genossenschaft geleistet hatte.
Die Herausforderung
Die bestehende Schuhe.de-Plattform konnte das Tempo, das das Geschäft verlangte, nicht mittragen. Neue Funktionen einzuführen oder saisonale Kampagnen zu starten bedeutete langsame, reibungsbehaftete Bereitstellungen, weil die Architektur nicht für iteratives Arbeiten gebaut war. Gleichzeitig blieb die Plattform genau dort hinter den Erwartungen zurück, wo es für Kundinnen und Kunden am meisten zählte: Die Ladegeschwindigkeit der Seiten erreichte moderne E-Commerce-Maßstäbe nicht, die Suche spiegelte weder die Breite des Katalogs wider, noch reagierte sie klug darauf, wie Kundinnen und Kunden beim Schuhkauf tatsächlich stöbern und suchen, und die Checkout-Abläufe erzeugten unnötige Reibung genau in dem Moment, der der Kaufentscheidung am nächsten liegt. Die zugrunde liegende Infrastruktur war zudem nicht darauf ausgelegt, Nachfragespitzen ohne Leistungseinbußen abzufangen: Black Friday, der Schulanfang und der Start neuer Saisons bringen jeweils konzentrierte Besucherspitzen mit sich, mit denen ein veraltetes System schlecht zurechtkommt. Die strategische Frage war nicht, ob modernisiert werden sollte, sondern ob dies schrittweise geschehen oder gleich in eine vollständig modulare Architektur investiert werden sollte, die künftig unabhängige Skalierung und Bereitstellung jeder einzelnen Plattformkomponente erlaubt.
Der Ansatz
Gradion baute Schuhe.de auf einer modularen Commerce-Grundlage neu auf, mit einem Technologie-Stack, der auf langfristiges Wachstum ausgelegt ist und nicht nur die unmittelbaren Einschränkungen löst. Das Frontend entstand mit Next.js und React und wird über Netlify gehostet, was ein schnelles und reaktionsfähiges Kundenerlebnis liefert, das sowohl auf Performance als auch auf Entwicklungsgeschwindigkeit ausgelegt ist. Als Rückgrat des Handelssystems wurde commercetools gewählt, das mit seiner flexiblen, auf offene Schnittstellen setzenden Infrastruktur erlaubt, einzelne Komponenten zu verändern und zu erweitern, ohne die gesamte Plattform neu bauen zu müssen. Das Produktdatenmanagement wurde über Akeneo zentralisiert und lieferte dem Team eine einzige verbindliche Quelle für Katalogdaten über die gesamte Plattform hinweg. Algolia wurde eingebunden, um KI-gestützte Suche bereitzustellen, die Kundinnen und Kunden über einen breiten Katalog hinweg schnellere und genauere Ergebnisse liefert. Die Zahlungsabwicklung wurde über eine doppelte Integration von Adyen und Payever flexibel gestaltet, sodass verlässliche Checkout-Optionen entstanden, ohne den Betrieb zusätzlich zu verkomplizieren. Das Backend wurde als Microservices-Architektur mit AWS Lambda, SNS, SQS und EventBridge angelegt, was unabhängige Skalierung einzelner Dienste und eine saubere Entkopplung zwischen den Plattformkomponenten ermöglicht. Terraform automatisiert die CI/CD-Abläufe und gibt dem Entwicklungsteam die Bereitstellungsinfrastruktur, die nötig ist, um Funktionen und Kampagnen schnell und zuverlässig zu veröffentlichen. Gradion war bei diesem Auftrag als fest in die Teams eingebundener Entwicklungspartner tätig; der Auftrag läuft weiter, ein Enddatum ist nicht angegeben.
Die Ergebnisse
Die Markteinführung neuer Funktionen und Kampagnen kam schneller zustande, weil die modulare Architektur und die automatisierten CI/CD-Abläufe die Bereitstellungsengpässe beseitigten, die zuvor die Release-Zyklen der alten Plattform verlangsamt hatten. Die verbesserte Ladegeschwindigkeit senkte die Absprungrate und sorgte für einen messbar besseren ersten Eindruck, der Kundinnen und Kunden länger auf der Plattform hielt. Schnellere Checkout-Abläufe und die KI-gestützte Suche verringerten die Reibung an den beiden Punkten, die dem Kaufabschluss am nächsten liegen, und erhöhten dadurch die Konversionsrate. Die Microservices-Architektur auf AWS fängt saisonale Besucherspitzen wie Black Friday, Schulanfang und Saisonstarts ohne Leistungseinbußen ab und schützt so den Umsatz in Zeiten hoher Nachfrage. Die Zentralisierung der Produktdaten über Akeneo beseitigte Katalog-Inkonsistenzen und verringerte den operativen Aufwand für die Teams, die die Produktdaten pflegen. Die Plattform, die Schuhe.de heute betreibt, ist keine reparierte Version des Vorherigen, sondern eine Grundlage, die mit dem Geschäft mitwachsen soll: mit schnelleren Releases, verlässlicher Skalierung und einer Weiterentwicklung ohne architektonische Reibung. Konkrete Zahlenwerte zu diesen Effekten liegen für diese Fallstudie nicht vor.
Leistungen & Technologie
Erbrachte Leistungen
- Modulare Commerce-Architektur
- Frontend-Entwicklung (Next.js / React)
- Microservices- und Cloud-Infrastruktur
- Integration des Produktdatenmanagements
- Zahlungsintegration
- Suchintegration
- CI/CD-Automatisierung
Technologie-Stack
- commercetools (modulare Commerce-Plattform)
- Next.js, React (Frontend)
- Netlify (Hosting)
- AWS Lambda, SNS, SQS, EventBridge (Microservices-Backend)
- Akeneo (Produktdatenmanagement)
- Algolia (Suche)
- Adyen, Payever (Zahlungen)
- Terraform (Infrastrukturautomatisierung / CI/CD)
Engagement-Modell
fest ins Team eingebundener Entwicklungspartner
Team
nicht angegeben
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