
Ein japanischer Lebensmittel- und Getränke-Distributor beschleunigte mit Pimcore als zentralem Master-Data-Management-System die Anbindung neuer Lieferanten um 75 Prozent.
Überblick
Kunde
Japanischer Lebensmitteldistributor
Branche
Lebensmittel & Getränke – E-Commerce / Distribution
Region
Japan (APAC)
Größe
Privat; landesweites Vertriebsnetz
Herausforderung
Einführung von Master Data Management, Datengovernance, Modernisierung der Infrastruktur
Leistungen
Einrichtung von Pimcore als MDM-System, Datenautomatisierung und -integration, Workflow-Optimierung, Datengovernance, Infrastruktur und Lokalisierung für Japan
Dauer
Laufend
Team
nicht angegeben
75 %
Reduzierung der Lieferanten-Anbindungszeit
1 statt 4 Wochen
Neue Anbindungsdauer je Lieferant
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Kundenkontext
Der Kunde ist ein japanischer Lebensmittel- und Getränke-Distributor mit einem landesweiten Vertriebsnetz. Um seine traditionellen Vertriebskanäle zu modernisieren, führte das Unternehmen eine B2B-E-Commerce-Plattform der nächsten Generation ein, über die Geschäftskunden Getränke schnell und unkompliziert online bestellen können. Mit dem Wachstum der Plattform und der steigenden Zahl angebundener Lieferanten wuchs auch die Komplexität der Produktdatenverwaltung. Das Umfeld war stark fragmentiert, viele Großhändler lieferten Daten in völlig unterschiedlichen Formaten - daraus wurde ein erheblicher betrieblicher Engpass.
Die Herausforderung
Die Datenfragmentierung wurde zum dringendsten operativen Problem, als die Plattform skalierte. Produktinformationen kamen von zahlreichen Großhändlern in grundlegend inkompatiblen Formaten herein - mit unterschiedlichen Schemata, uneinheitlichen Namenskonventionen und unterschiedlichen Vollständigkeitsgraden. Ohne eine zentrale Stammdatenebene verbreiteten sich Inkonsistenzen sowohl in den Produktlistungen als auch im laufenden Betrieb. Auch der menschliche Aufwand war beträchtlich: Die Content- und Betriebsteams verbrachten übermäßig viel Zeit damit, Produktdaten manuell zu bereinigen, zu prüfen und abzugleichen, bevor sie veröffentlicht werden konnten. Im kleinen Maßstab war das noch praktikabel gewesen; beim inzwischen erreichten Volumen der Plattform wurde daraus ein ernster Engpass, der eine schnellere Aktivierung von Lieferanten und eine zügige Reaktion auf den Markt verhinderte. Hinzu kam ein Governance-Defizit: Mit der Ausweitung des operativen Volumens über immer mehr Geschäftsbereiche und Lieferantenbeziehungen hinweg führte das Fehlen klar definierter Rollen, Freigabeprozesse und Validierungsmechanismen zu Fehlern und verlangsamte die Zusammenarbeit. Die eingesetzten Werkzeuge waren zudem nicht auf japanischsprachige Content-Workflows ausgelegt, was die Akzeptanz bei den internen Redaktionsteams bremste und die Anreicherung von Produktdaten schwieriger machte als nötig. Dem allem lag eine starre Altinfrastruktur zugrunde, die mit den Anforderungen des Geschäfts nicht mehr Schritt halten konnte und die Einführung neuer Funktionen verzögerte.
Der Ansatz
Gradion kam als strategischer Technologiepartner an Bord und gliederte den Auftrag in vier Phasen. Sie kombinierten die Modernisierung der Infrastruktur mit einer vollständigen Einführung von Pimcore als Master-Data-Management-System, zugeschnitten auf die betriebliche Umgebung des Kunden. Die erste Phase legte die Grundlagen: Sicherheitsaudits, eine Bewertung der DevOps-Reife und eine Architekturprüfung schufen eine skalierbare technische Basis, bevor die Datenebene darauf aufgesetzt wurde. Die zweite Phase brachte die eigentliche MDM-Umsetzung mit Pimcore. Gradion führte ein einheitliches Datenschema ein - eine gemeinsame Produktdatensprache, die über alle Abteilungen und Lieferantenbeziehungen hinweg nutzbar ist - und baute automatisierte Importpipelines sowie API-Integrationen auf, sodass Produktdaten strukturiert und konsistent von den Partnern einflossen, statt manuellen Eingriff zu erfordern. Die Datengovernance wurde durch rollenbasierte Zugriffskontrollen, eine Logik zur Duplikatserkennung, Validierungsregeln und Freigabe-Workflows formalisiert. Vollständige Unterstützung der japanischen Sprache und eine lokalisierte Systemintegration adressierten gezielt die Nutzbarkeitslücke, die die interne Akzeptanz gebremst hatte. Die dritte Phase, zum Zeitpunkt der Dokumentation noch in Arbeit, betrifft die UX-Optimierung für das Content-Team und soll die Verwaltung von Materialien und Metadaten innerhalb von Pimcore für die Redakteure vereinfachen. Die vierte Phase befindet sich in der Planung und richtet sich auf KI-gestützte Automatisierung, erweiterte Analysefunktionen sowie die Ausweitung auf weitere Geschäftsbereiche und Lieferantensegmente.
Die Ergebnisse
Das unmittelbarste Ergebnis war Geschwindigkeit: Die Zeit für die Anbindung eines Lieferanten sank von vier Wochen auf eine Woche - eine Reduzierung um 75 Prozent, die eine schnellere Aktivierung von Partnern und eine schnellere Reaktion auf die Marktnachfrage ermöglichte. Bei der Datenqualität entstand eine einheitliche, verlässliche Datenquelle für sämtliche Produktdaten; automatisierte Validierungs- und Freigaberegeln sorgen seither über alle Listungen hinweg für Genauigkeit. Die operative Produktivität stieg, weil die manuelle Datenbereinigung drastisch zurückging und dadurch Kapazitäten für höherwertige Arbeit frei wurden. Bei der Lokalisierung wurde die vollständige Unterstützung der japanischen Sprache umgesetzt, wodurch sich die Akzeptanz im Content-Team merklich verbesserte. Architektonisch steht nun eine zukunftsfähige Infrastruktur bereit, die die geplanten KI-Funktionen, die erweiterten Analysen und die Ausweitung auf weitere Lieferanten unterstützt, ohne die operative Komplexität zu erhöhen. Die Veränderung beschränkte sich dabei nicht auf die reine Datenhygiene: Indem die Produktdaten zu einem gesteuerten, automatisierten Aktivposten wurden, verwandelte der Kunde seinen E-Commerce-Betrieb von einem durch manuelle Abläufe engpassanfälligen Workflow in einen skalierbaren Wachstumsmotor für die nächste Phase seiner digitalen Expansion.
Leistungen & Technologie
Erbrachte Leistungen
- Einrichtung und Konfiguration von Pimcore als MDM-System
- Datenautomatisierung und API-Integration
- Workflow-Optimierung und Gestaltung der Governance
- Datengovernance (rollenbasierter Zugriff, Validierung, Duplikatserkennung, Freigabeprozesse)
- Modernisierung der Infrastruktur
- Lokalisierung für den japanischen Markt
Technologie-Stack
- Pimcore (Master Data Management)
- Automatisierte Importpipelines
- API-Integrationen (mehrere Lieferanten)
- Rollenbasierte Zugriffskontrolle und Freigabe-Workflows
- Lokalisierungsschicht für die japanische Sprache
Engagement-Modell
Strategischer Technologiepartner
Team
Angaben zur Teamzusammensetzung liegen nicht vor.
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