Gradion entwarf innerhalb von acht Wochen eine neue, FINMA-konforme Systemarchitektur für die Kreditplattform eines Schweizer Anbieters und bestand die externe Prüfung ohne Überarbeitung.
Überblick
Kunde
Schweizer Kreditlösungsanbieter
Branche
Finanzdienstleistungen & Fintech / DACH
Region
Schweiz (mehrere Standorte)
Größe
80 bis 100 Mitarbeitende; über 500 institutionelle Kunden in der DACH-Region
Herausforderung
Neuarchitektur eines veralteten Kreditlebenszyklus-Systems bei gleichzeitiger Modernisierung der regulatorischen Compliance gegenüber der FINMA
Leistungen
Systemneuarchitektur, Compliance-orientierte Entwicklung, Vorbereitung der Prüfbereitschaft, agile Umsetzung
Dauer
Anfangsphase (8 Wochen) abgeschlossen; Gesamteinsatz laufend
Team
1 technischer Berater, 1 PM/PO, 1 KI-Entwickler
8 Wochen
Dauer der Anfangsphase bis zur bestandenen Prüfung
500+
institutionelle Kunden
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Kundenkontext
Ein Schweizer Anbieter digitaler Kreditlösungen betreut seit Mitte der 1990er-Jahre Finanzinstitute in der DACH-Region. Das Unternehmen beschäftigt 80 bis 100 Fachleute und ist mit mehreren Standorten in der Schweiz vertreten. Es liefert modulare Software für die Kreditvergabe, die Kontoführung, die Refinanzierung und ein elektronisches Register für Sicherheiten an mehr als 500 institutionelle Kunden, darunter Banken, Versicherer und Pensionskassen. Das Unternehmen unterliegt der vollständigen Aufsicht der FINMA, einschließlich des Rundschreibens 2018/3 zum Outsourcing, und seine Software trägt einen wesentlichen Teil des täglichen Kreditgeschäfts im Schweizer Retailbanking. Es wurde vor kurzem von einer größeren Schweizer Fintech-Gruppe übernommen und in diese integriert - ein Zeichen für die fortlaufende Konsolidierung der Branche.
Die Herausforderung
Die zentrale Plattform für den Kreditlebenszyklus des Unternehmens war seit über einem Jahrzehnt im Einsatz. Was einmal ein verlässliches Arbeitspferd gewesen war, wurde zur Belastung: Die Wartungskosten stiegen, die Release-Zyklen verliefen langsam, und die Architektur passte zunehmend schlecht zu modernen Anforderungen an Sicherheit und Skalierbarkeit. In einem von der FINMA regulierten Umfeld war eine solche Fehlpassung nicht nur ein technisches Ärgernis, sondern ein Compliance-Risiko. Die Vorgaben der FINMA für ausgelagerte Bankentechnologie sind streng: Jede Änderung an einem System muss überprüfbar, nachvollziehbar und nachweislich an aktuellen Sicherheitsstandards ausgerichtet sein. Die bestehende Architektur schrittweise zu reparieren, war keine tragfähige Option; das System musste vollständig neu entworfen werden. Ein vollständiger Neubau brachte jedoch ein eigenes Risiko mit sich: die Kontinuität des Betriebs für Dutzende aktive institutionelle Kunden zu gefährden. Neben dem technischen Problem gab es eine organisatorische Dimension. Die Modernisierung erforderte, mehrere interne Beteiligte - Architekturteams, Compliance-Verantwortliche, Product Owner - auf ein gemeinsames Konzept auszurichten, das einer externen Prüfung standhalten konnte. Blieb die Modernisierung aus, drohte das Unternehmen bei der Compliance-Bereitschaft zurückzufallen, das operative Risiko zu erhöhen und die Möglichkeit zu verlieren, die Plattform an die Anforderungen eines sich konsolidierenden Schweizer Markts anzupassen.
Der Ansatz
Gradion trat mit einem schlanken, erfahrenen Team an: einem technischen Berater, einem Projektmanager/Product Owner und einem KI-Entwickler. Der Umfang war auf acht Wochen festgelegt. Ziel war nicht, den vollständigen Neubau abzuschließen, sondern die Architektur zu definieren, sie durch eine externe Prüfung zu validieren und den Rahmen für die Umsetzung zu schaffen, der den Kunden durch die gesamte Transformation tragen sollte. Gradion arbeitete direkt mit dem internen Architekturteam des Kunden zusammen. Gemeinsam bestimmten die Teams die zentralen Kennzahlen für die modernisierte Plattform und entwickelten von Anfang an ein Konzept, das sich an bewährten Branchenpraktiken orientierte und mit den regulatorischen Anforderungen der FINMA übereinstimmte. Compliance wurde dabei nicht als nachgelagerter Prüfpunkt behandelt, sondern von Beginn an in den Architekturentwurf eingebaut. Die entstandene Architektur wurde einer unabhängigen Sicherheits- und Compliance-Prüfung durch eine der Big Four unterzogen. Der Entwurf bestand die Prüfung, ohne dass eine Überarbeitung nötig war - ein Ergebnis, das sowohl die technische Qualität des Konzepts als auch die Konsequenz der durchgängig angewandten, auf Compliance ausgerichteten Methodik bestätigte. Die Umsetzung war nach agilen Methoden strukturiert, mit besonderem Schwerpunkt auf Kanban und Flow Metrics. Das gab den unterschiedlichen internen Beteiligten des Kunden klare Sicht auf den Fortschritt, ermöglichte präzise Planung und verhinderte die Koordinationsprobleme, die große Transformationsprogramme sonst typischerweise verzögern. Der Ansatz stellte außerdem sicher, dass das Team des Kunden am Ende des Einsatzes das Konzept vollständig selbst trug - ein bewusster Wissenstransfer statt einer bloßen Übergabe.
Die Ergebnisse
Innerhalb von acht Wochen hatte der Kunde eine vollständig neu entworfene Systemarchitektur, eine unabhängig geprüfte Compliance-Position und einen klaren Umsetzungspfad für das gesamte Modernisierungsprogramm in der Hand. Die Prüfung durch eine der Big Four wurde ohne Überarbeitung bestanden: Die Architektur erfüllte bei der ersten Einreichung die aktuellen Sicherheitsstandards und die Compliance-Anforderungen der FINMA. Der Fahrplan für die Modernisierung wurde freigegeben, sodass der Kunde von einer stockenden Wartung des Altsystems zu einem aktiven, geordneten Umsetzungsprogramm überging. Die operative Effizienz verbesserte sich, da der neu entworfene Ansatz die über ein Jahrzehnt aufgelaufenen Einschränkungen bei Wartbarkeit und Leistung adressierte. Die Abstimmung zwischen den Beteiligten wurde erreicht: Agile Arbeitsweisen und die Planung auf Basis von Kanban schufen Transparenz zwischen Architektur-, Compliance- und Produktteams. Die Plattform wurde für weiteres Wachstum aufgestellt, da die neue Architektur die im Rahmen der umfassenderen Konzernintegration laufende Produktkonsolidierung aufnehmen kann. Der Einsatz zeigte, dass regulatorische Compliance und technische Modernisierung keine Gegensätze sind. Von Anfang an als gemeinsame Voraussetzungen behandelt, verstärken sie sich gegenseitig.
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Kunde
Leistungen & Technologie
Erbrachte Leistungen
- Systemneuarchitektur
- Compliance-orientierte Entwicklung
- Vorbereitung der Prüfbereitschaft
- Agile Umsetzung (Kanban, Flow Metrics)
- Abstimmung der Beteiligten und Wissenstransfer
Technologie-Stack
- Individuell entwickelter Technologie-Stack
Engagement-Modell
Beratungs- und Umsetzungsauftrag mit festem Leistungsumfang
Team
Angaben zur Teamzusammensetzung liegen nicht vor.
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Gradion begleitet Finanzinstitute von der ersten Compliance-Analyse bis zur geprüften Umsetzung.