Anbieter europäischer Zahlungsinfrastruktur
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Anbieter europäischer Zahlungsinfrastruktur: Plattform-Neupositionierung von operativem Asset zu investorenfähiger Technologie. Akquisition durch führendes globales Private-Equity-Unternehmen.

Überblick

Kunde

European payment infrastructure provider

Branche

Finanz & Fintech - Zahlungsinfrastruktur

Region

Berlin, Germany (Heidelberg, Frankfurt, Hamburg, Munich, Vienna, Luxembourg, Aarhus)

Größe

750+ employees, 55 nationalities; EUR 220.5M revenue (2024)

Herausforderung

PE-gesteuerte Plattformmodernisierung im Vorfeld eines strategischen Exits

Leistungen

Strategische Technologieberatung, Entwicklung von Payment-APIs und Gateways, End-to-End UX-Design und Integration, Investoren-orientierte Produktpositionierung

Dauer

Laufend

Team

Nicht angegeben

16%

in 2024)

EUR 199.3M

(2022) to EUR 206

EUR 220.5M

(2024, +6

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Kundenkontext

Der Kunde ist ein in Berlin ansässiger europäischer Zahlungsdienstleister, der in den frühen 2000er Jahren gegründet wurde. Mit über 300 Millionen Transaktionen jährlich und einem Transaktionsvolumen von fast 20 Milliarden Euro bedient der Kunde mehr als 85.000 Händler in ganz Europa. Das Unternehmen bietet Acquiring-, Payment-Gateway- und Zahlungsmethoden-Orchestrierungsdienste an, mit besonderer Stärke im deutschen E-Commerce-Markt. Mit über 750 Mitarbeitern in Büros in Deutschland, Österreich, Luxemburg und Skandinavien hat sich der Kunde als mittelgroßer europäischer PSP mit signifikanter Reichweite etabliert. Das Unternehmen befindet sich seit der Akquisition durch KKR in PE-Besitz und wurde anschließend unter neuer Eigentümerschaft, darunter Alcentra, Goldman Sachs Asset Management und Partners Group, restrukturiert.

Die Herausforderung

Nfq Team Gathering Orange Office Wall

Als die Private-Equity-Eigentümer strategische Exit-Ambitionen in den Vordergrund rückten, offenbarte sich für den Kunden eine Lücke zwischen seiner operativen Stärke und der technologischen Wahrnehmung. Die Plattform verarbeitete jährlich Transaktionen im Wert von Milliarden Euro zuverlässig, doch das Produkterlebnis sprach eine andere Sprache. Das Händler-orientierte Gateway war hinter den Standards moderner PSPs zurückgefallen. Im Vergleich zu entwicklerzentrierten Plattformen wie Stripe wirkte das Portal veraltet und erschwerte die täglichen Arbeitsabläufe der Händler. Die Kundenbindung war gefährdet, und der erste Eindruck beim Onboarding neuer Händler war nicht wettbewerbsfähig. Die API-Situation war gleichermaßen problematisch. Die Integrationsschicht war komplex, inkonsistent dokumentiert und für externe Entwickler wenig einladend. In einem Markt, in dem die Wahl eines PSPs oft damit beginnt, dass ein Entwickler die Qualität der Dokumentation und den Zugang zur Sandbox bewertet, stellte dies eine strategische Schwachstelle dar. Für PE-Investoren, die Exit-Szenarien bewerteten, waren diese Lücken offensichtlich. Eine technische Due Diligence würde sie aufdecken. Das Unternehmen benötigte mehr als routinemäßige Wartung; es brauchte eine glaubwürdige Technologiestrategie, untermauert durch echte Produktverbesserungen. Der Auftrag an Gradion war direkt: „Machen Sie uns aus technologischer Sicht attraktiv.“ Die Herausforderung war vielschichtig: Verbesserungen mussten umgesetzt werden, ohne die laufenden Transaktionsvolumen zu beeinträchtigen. Das Backend war stabil und durfte nicht angetastet werden. Alles musste darum herum aufgebaut werden, während der Betrieb für 85.000 aktive Händler ununterbrochen weiterlief.

Der Ansatz

Gradion Office Presentation Speaker Audience

Gradion strukturierte das Projekt in drei parallele Arbeitsströme: Neugestaltung des Gateways, Neuaufbau der API-Plattform und Befähigung zur technischen Übergabe. Die Neugestaltung des Händler-Gateways begann mit einer tiefgehenden UX-Forschung. Anstatt eine visuelle Vorlage aufzuzwingen, analysierte das Team die tatsächlichen Arbeitsabläufe der Händler. Dabei wurden Reibungspunkte im bestehenden Portal, unnötige Schritte bei täglichen Aufgaben und eine unzureichende Widerspiegelung der Marktposition der Marke durch die Benutzeroberfläche identifiziert. Aus dieser Forschung entstand das neu gestaltete Portal: eine klarere Informationshierarchie, schnellere Wege zur Aufgabenerledigung und eine Schnittstellenqualität, die den Standards führender europäischer Zahlungsinfrastruktur-Anbieter entspricht. Der Neuaufbau der API folgte den Branchen-Best Practices für Developer Experience. Gradion restrukturierte die Architektur für Konsistenz und Vorhersehbarkeit, überarbeitete die Dokumentation von Grund auf und vereinfachte die Integrationspfade für externe Entwicklungsteams. Ziel war es, die API von einer technischen Barriere in einen Wachstumstreiber zu verwandeln, um ein schnelleres Händler-Onboarding und geringere Reibungsverluste bei Drittanbieter-Erweiterungen und Marktplatz-Integrationen zu ermöglichen. Während beider Arbeitsströme pflegten die Engineering-Teams von Gradion eine direkte Integration mit dem bestehenden Backend. Kein Live-Transaktionspfad wurde unterbrochen. Die neuen Systeme wurden parallel eingeführt, in der Produktionsumgebung validiert und mit vollständiger Dokumentation sowie Team-Schulungen übergeben, damit die internen Ingenieure des Kunden die Plattform eigenständig betreiben und erweitern konnten. Das Projekt wurde bewusst als Neupositionierung und nicht als kosmetische Auffrischung angelegt. Das Ergebnis war eine für Investoren nachvollziehbare Technologie – eine Plattform, die während der Due Diligence geprüft werden konnte und der genauen Prüfung durch technisch versierte Private-Equity-Käufer standhielt.

85,000+

aktive Händler auf der Plattform; über 331 Mio. Transaktionen pro Jahr; 19,7 Mr…

Die Ergebnisse

Die Plattformtransformation lieferte Ergebnisse auf Produkt- und Geschäftsebene: Beschleunigtes Developer Engagement: Die neu aufgebaute API reduzierte die Integrationskomplexität und beschleunigte das Händler-Onboarding, wodurch neue Kundensegmente erschlossen wurden, die zuvor durch technische Barrieren blockiert waren. Erhöhte Händlerzufriedenheit: Das neue Portal reduzierte tägliche Reibungsverluste, optimierte Arbeitsabläufe und hob das Produkterlebnis auf ein Niveau, das dem führender europäischer PSPs entspricht. 1,4-fache Bewertungssteigerung: Die Neupositionierung der Plattform wandelte technische Fähigkeiten in einen für Investoren nachvollziehbaren Wert um und trug direkt zur Akquisition durch eine weltweit führende Private-Equity-Firma bei. Nachhaltiges Umsatzwachstum: Von 199,3 Mio. EUR (2022) auf 206,7 Mio. EUR (2023) auf 220,5 Mio. EUR (2024, +6,7 %); Bereinigtes EBITDA 31,9 Mio. EUR (+16 % im Jahr 2024). Über 85.000 aktive Händler auf der Plattform; über 331 Mio. Transaktionen pro Jahr; 19,7 Mrd. EUR Jahresvolumen während der Transition beibehalten. Die Transformation ging über reine Schnittstellenverbesserungen hinaus. Sie positionierte ein technisches Asset neu, um den Geschäftsambitionen der Private-Equity-Eigentümer gerecht zu werden, und machte diese Neupositionierung für Investoren nachvollziehbar, die sie finanzieren mussten.

Leistungen & Technologie

Erbrachte Leistungen

  • Strategische Technologieberatung
  • Entwicklung von Payment APIs & Gateways
  • End-to-End UX Design & Integration
  • Investorengetriebene Produktpositionierung
  • Developer Experience Engineering
  • Technische Dokumentation & Übergabe

Technologie-Stack

  • Payment gateway infrastructure
  • REST API architecture
  • UX research and design
  • Backend integration (zero disruption to live transaction flows)

Engagement-Modell

Strategisches Projektengagement

Sprechen Sie mit uns darüber, wie Sie eine Plattform für die Prüfung durch Private Equity vorbereiten.

Beschreiben Sie die Herausforderung. Wir definieren den Projektumfang.