Optikkonzern mit Wildkamera-Sparte

Gradion ersetzte für einen Optikkonzern mit Wildkamera-Sparte das nicht skalierende Altsystem durch ein neues Backend und mobile Apps für vernetzte Wildtierüberwachung.

Überblick

Kunde

Optikkonzern mit Wildkamera-Sparte

Branche

Fertigung / Präzisionsoptik / Consumer IoT

Region

Deutschland (weltweit tätig; Produkteinführung in mehr als 35 europäischen Ländern)

Größe

Mehr als 46.500 Mitarbeiter weltweit, rund 11 Milliarden Euro Jahresumsatz (Geschäftsjahr bis September 2024).

Herausforderung

Aufbau eines Greenfield-Consumer-IoT-Produkts auf Basis einer zugekauften Marke; Modernisierung eines nicht skalierenden Altsystems

Leistungen

Entwicklung mobiler Apps und Backend-Entwicklung, Integration KI-gestützter Funktionen, skalierbare Systemarchitektur und Beratung

Dauer

Seit Ende 2023, laufend

Team

Nicht angegeben

5x

Steigerung des täglichen Bildverarbeitungsvolumens

5x

tägliches Bildverarbeitungsvolumen

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Kundenkontext

Der Kunde ist ein weltweit führendes Unternehmen der Optik- und Optoelektronikbranche mit Sitz in Deutschland, das Mitte des 19. Jahrhunderts gegründet wurde. Mit mehr als 46.500 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von über 10 Milliarden Euro ist der Konzern in der Halbleiterfertigung, der industriellen Messtechnik, der Medizintechnik und im Bereich Consumer-Optik tätig. Im Juni 2023 übernahm das Unternehmen einen deutschen Spezialisten für vernetzte Wildkameras und stieg damit in den Markt für vernetzte Wildtierüberwachung ein. Aus der Übernahme entstand eine Produktlinie aus 4G-LTE-Wildkameras mit Multi-Roaming-SIM-Konnektivität sowie einer begleitenden mobilen Anwendung zur Fernüberwachung in Echtzeit. Das Produkt wird unter der Premiummarke des Unternehmens in mehr als 35 europäischen Ländern verkauft.

Die Herausforderung

Nach der Übernahme der spezialisierten Kamerafirma im Jahr 2023 stand der Konzern vor der Aufgabe, ein digitales Produkt auf Verbraucherniveau zu entwickeln, das den Ansprüchen seiner Hardware und den hohen Erwartungen an seine globale Marke gerecht wird. Die übernommene digitale Infrastruktur bestand aus einem Altsystem, das weder mit den erwarteten Nutzerzahlen noch mit den Funktionsanforderungen eines modernen vernetzten Wildtierüberwachungsprodukts skalieren konnte. Das bestehende System erzeugte Engpässe bei der Übertragung von Fotos, konnte mehrere Kameras je Nutzerkonto nicht zuverlässig verwalten und bot keinen Weg zu KI-gestützten Funktionen, die im Produktfahrplan eine zentrale Rolle spielten. Ebenso anspruchsvoll war die geschäftliche Seite der Aufgabe: Das Unternehmen wollte ein abonnementbasiertes Erlösmodell mit den Stufen Premium und Professional auf die Hardware aufsetzen. Dafür war eine Backend-Architektur nötig, die gestaffelten Funktionszugang, Abrechnungslogik und Nutzerkontenverwaltung im großen Maßstab unterstützt - all das gab es im Altsystem nicht. Erschwerend kam hinzu, dass das Projekt eine enge Abstimmung zwischen externen Dienstleistern, spezialisierten Entwicklungsteams und internen Beteiligten innerhalb eines großen Konzerns mit strengen Qualitäts- und Markenvorgaben erforderte. Ein Produkt im Tempo eines Start-ups innerhalb eines Konzerns mit mehr als 10 Milliarden Euro Umsatz aufzubauen, verlangte eine ebenso durchdachte Kommunikationsarchitektur wie eine technische Architektur.

Der Ansatz

Gradion stieg Ende 2023 als federführender Entwicklungspartner für die Backend- und die mobile Anwendungsentwicklung in das Projekt ein. Grundlage war der vollständige Ersatz des Altsystems durch eine moderne, skalierbare Architektur auf Basis von Azure Cloud, TypeScript, Next.js und NestJS. Beim Systementwurf standen Skalierbarkeit, Wartbarkeit und Kosteneffizienz im Vordergrund - Eigenschaften, die sowohl den ersten Marktstart als auch den nachfolgenden KI-Fahrplan tragen sollten. Die mobilen Anwendungen wurden für iOS und Android ausgeliefert und auf die besonderen Anforderungen der Wildtierüberwachung ausgelegt: unzuverlässige Netzverbindungen im Feld, häufige Bildübertragungen von entfernt stehenden Kameras und der Bedarf an nahezu unmittelbarer Rückmeldung zur Übertragung. Das Team erreichte eine Bildauslieferung innerhalb von Sekunden unter normalen Netzbedingungen, eine deutliche Verbesserung gegenüber der Leistung des Altsystems. Die KI-Integrationsebene war ein zentraler Bestandteil der Lieferung. Gradion setzte automatisierte Bildverbesserung und die Erkennung von Tierarten um, wodurch die Plattform Wildtiersichtungen ohne Eingabe durch die Nutzer kategorisieren kann. Ergänzt wurde dies durch den Activity Hub mit statistischen Dashboards, Heatmaps und einer Auswertung von Sichtungstrends, die mit Wetter- und Monddaten korreliert wird. Ebenfalls umgesetzt wurde eine zum Patent angemeldete KI-Kolorierung von Nachtaufnahmen, die Graustufenbilder aus der Nacht mittels fortgeschrittener neuronaler Verarbeitung in Vollfarbbilder umwandelt. Während des gesamten Projekts stimmte sich Gradion eng mit dem Kunden ab, damit das Produkt echte Nutzerbedürfnisse widerspiegelte und jede Veröffentlichung den strengen Markenqualitätsstandards des Konzerns entsprach. Das Abonnementmodell wurde von Beginn an in die Architektur eingebaut, sodass gestaffelter Funktionszugang möglich ist und eine Grundlage für die künftige Weiterentwicklung des Erlösmodells besteht.

5x

Steigerung des täglichen Bildverarbeitungsvolumens

Die Ergebnisse

Die Plattform erzielte in jedem Arbeitsbereich messbare technische und geschäftliche Ergebnisse. Das tägliche Bildverarbeitungsvolumen stieg auf das Fünffache, eine direkte Folge des neu aufgebauten Backends und der optimierten Übertragungsstrecke. Die Bildübertragung erfolgt nahezu augenblicklich, mit einer Auslieferung innerhalb von Sekunden, und ersetzt damit das latenzanfällige Altsystem. Das System zeigte hohe Skalierbarkeit und stabile Leistung unter Spitzenlast, auch bei gleichzeitiger Nutzung mehrerer Kameras je Konto. Die KI-gestützte Tiererkennung ist im Einsatz und kategorisiert Tierarten aus Wildkamerabildern automatisch, ohne dass Nutzer eingreifen müssen. Der Activity Hub wurde mit statistischen Dashboards, Heatmaps, Korrelationen zu Wetter- und Monddaten sowie Sichtungstrends ausgeliefert. Die zum Patent angemeldete KI-Kolorierung von Nachtaufnahmen wandelt monochrome Nachtbilder in Farbbilder um. Die iOS- und Android-Apps wurden in mehr als 35 europäischen Ländern eingeführt. Das abonnementbasierte Erlösmodell mit den Stufen Premium und Professional ist live. Nach dem Marktstart zeigte sich ein merklicher Zuwachs an aktiven Nutzern, was auf eine verbesserte Produktmarktpassung und eine höhere Kundenbindung hindeutet.

Leistungen & Technologie

Erbrachte Leistungen

  • Entwicklung mobiler Apps (iOS & Android)
  • Backend-Entwicklung
  • Integration KI-gestützter Funktionen
  • Skalierbare Systemarchitektur und Beratung
  • Implementierung des Abonnementmodells
  • Ablösung des Altsystems

Technologie-Stack

  • Azure Cloud
  • TypeScript
  • Next.js
  • NestJS
  • KI-Integration (Bilderkennung, Kolorierung, Artenkategorisierung)
  • iOS- und Android-Mobilplattformen

Engagement-Modell

Produktentwicklungspartner (seit Ende 2023)

Team

Nicht angegeben

Auch ein Altsystem an seine Grenzen gestoßen?

Gradion unterstützt Konzerne beim Aufbau skalierbarer Consumer-IoT-Produkte samt KI-Integration und Abonnementmodell.