
Gradion baute die überladene Plattform einer Berliner Content-Operations-SaaS neu auf und stabilisierte Team und Funktionsumfang.
Überblick
Kunde
Berliner Content-Operations-SaaS
Branche
SaaS / Digitales Marketing
Region
Berlin, Deutschland (DACH-Region)
Größe
Rund 26 Mitarbeiter, rund 500 zahlende Kunden, rund 2,8 Mio. US-Dollar ARR (2024)
Herausforderung
Neuaufbau der Plattform, Rationalisierung des Produkts, Stabilisierung des Teams
Leistungen
Systemneuaufbau, Wartung & Upgrades, KI- und Editor-Integration, Unterstützung bei der Produktentwicklung
Dauer
Andauernd (seit 2022, Partnerschaft seit 7 Jahren)
Team
Nicht angegeben
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Kundenkontext
Der Kunde ist eine SaaS-Plattform für Content Operations mit Sitz in Berlin, die Marketingteams bei Verlagen, Agenturen und Unternehmen in der gesamten DACH-Region bedient. Seit der Gründung im Jahr 2011 deckt die Plattform den gesamten Content-Lebenszyklus ab, von der Strategie über redaktionelle Workflows und Produktion bis hin zu Distribution und Performance-Analyse. Rund 500 zahlende Kunden nutzen das Produkt, finanziert von bedeutendem deutschem Wagniskapital. Mit rund 26 Mitarbeitern und 2,8 Millionen US-Dollar ARR arbeitet das Unternehmen als schlankes, produktfokussiertes Team, das sich durch die Tiefe seiner redaktionellen Workflows von breiteren Wettbewerbern abhebt.
Die Herausforderung
Bis 2022 hatte der Kunde über Jahre hinweg immer neue Funktionen ergänzt. Jede einzelne hatte zum Zeitpunkt ihrer Einführung ein echtes Problem gelöst, doch die Summe dieser Ergänzungen ließ ein Produkt entstehen, das sich für die Nutzer überladen anfühlte und intern schwer zu pflegen war. Drei Probleme verstärkten sich zur gleichen Zeit. Ein leitender Entwickler verließ das Unternehmen in einer kritischen Phase und störte damit den Lieferrhythmus. Ein neu entwickeltes Modul zur Leistungsanalyse hatte erhebliche Entwicklungsressourcen verschlungen, passte aber nicht zur tatsächlichen Arbeitsweise der Kunden. Und eine scheinbar in sich abgeschlossene Migration von TinyMCE zu CKEditor betraf weit mehr Teile des Systems als erwartet und erforderte einen koordinierten Testaufwand, den das Team allein nicht bewältigen konnte. Dahinter stand eine strategische Frage: welche Funktionen den Nutzern tatsächlich dienten und welche lediglich technische Schulden anhäuften, ohne Kundenbindung oder Wachstum voranzutreiben. Ohne eine ehrliche Antwort darauf hätte jeder Neuaufbau dasselbe Muster wiederholt.
Der Ansatz
Gradion arbeitete bereits seit den frühen Jahren der Plattform mit dem Kunden zusammen, sodass das vertiefte Engagement im Jahr 2022 keine neue Beziehung war, sondern der Ausbau einer bestehenden. Diese Vorgeschichte war entscheidend, denn Gradion kannte die Codebasis, die Teamdynamik und die tatsächlichen Nutzungsmuster des Produkts bereits. Der erste Schritt betraf die Stabilität des Teams: Ein erfahrener Entwickler von Gradion kam an Bord, um das Vertrauen in die Lieferfähigkeit wiederherzustellen, das interne Team technisch zu entlasten und einen verlässlichen Veröffentlichungsrhythmus wieder einzuführen. Das war keine vorübergehende Lösung, sondern die Grundlage für alle folgenden Schritte. Bei der Produktstrategie arbeitete Gradion mit der Geschäftsführung zusammen, um den Funktionsumfang anhand tatsächlicher Nutzungsdaten zu überprüfen. Das Modul zur Leistungsanalyse war dabei ein klarer Fall: Die Investition war real, ebenso real war der Beleg, dass die Kunden es nicht angenommen hatten. Gemeinsam fiel die schwere, aber klar getroffene Entscheidung, das Modul einzustellen und die freigewordenen Entwicklungsressourcen in wirkungsvollere Arbeit umzuleiten. Die Migration zu CKEditor wurde durch zusätzliche Testkapazität und eine engere Abstimmung bei der Auslieferung entblockiert; der neue Editor ging ohne Beeinträchtigung für die bestehenden Nutzer live. Die langfristigere Veränderung betraf die Architektur: Das neu aufgebaute System senkte die Fehlerquote und die Belastung durch Supportanfragen, wodurch sich die Plattform leichter pflegen und skalieren ließ. Die Funktionsentwicklung wechselte zu einem nutzungsgetriebenen Modell, sodass jede Veröffentlichung auf tatsächlichen Verhaltensdaten der Kunden beruhte statt auf internen Annahmen. Auf dieser Grundlage brachte das Team schließlich den lange erwarteten KI-Assistenten in den produktiven Einsatz, der Autoren mit Hinweisen zu SEO, Lesbarkeit und Workflow unterstützt.
Die Ergebnisse
Die Partnerschaft mit dem Kunden besteht inzwischen seit sieben Jahren und dauert an. Was als Outsourcing-Vereinbarung begann, hat sich zu einem Modell entwickelt, das eher einer gemeinsamen Produktverantwortung entspricht. Der KI-Assistent wurde nach Jahren als Punkt auf der Roadmap an die Nutzer ausgeliefert und bindet Hinweise zu SEO, Lesbarkeit und Workflow direkt in die Schreiboberfläche ein. Die neu aufgebaute Codebasis reduzierte Fehler und Supportanfragen, wodurch sich der Wartungsaufwand verringerte. Der Einsatz eines erfahrenen Entwicklers stabilisierte die Lieferfähigkeit innerhalb des schlanken Entwicklungsteams. Das Modul zur Leistungsanalyse wurde eingestellt, eine schwere, aber klar getroffene Entscheidung, die es ermöglichte, Entwicklungskapazität in Funktionen mit nachweisbarer Nutzung zu reinvestieren. Die CKEditor-Migration wurde abgeschlossen, ein komplexer Editor-Austausch, der ohne Beeinträchtigung für die Nutzer ausgeliefert wurde. Die Funktionsentwicklung ist inzwischen nutzungsgetrieben: Jede Veröffentlichung ist an tatsächliche Verhaltensdaten der Kunden gekoppelt. Das Engagement zeigt ein wiederkehrendes Muster: Ein langjähriger Partner mit tiefem Wissen über die Codebasis kann schwierige Produktentscheidungen schneller treffen und umsetzen als ein neues Team, das ohne jeglichen Kontext beginnt.
Leistungen & Technologie
Erbrachte Leistungen
- Systemneuaufbau
- Wartung & Upgrades
- KI- und Editor-Integration
- Unterstützung bei der Produktentwicklung
- Stabilisierung des Entwicklungsteams
- Rationalisierung des Funktionsumfangs und Produktstrategie
Technologie-Stack
- CKEditor (Editor-Migration von TinyMCE)
- Integration eines KI-Assistenten (SEO, Lesbarkeit, Workflow)
- SaaS-Plattform für Content Operations
Engagement-Modell
Langfristiger, fest ins Produktteam eingebundener Partner
Team
Ein von Gradion gestellter erfahrener Entwickler, eingebunden in das schlanke, produktfokussierte Entwicklungsteam des Kunden
Technische Schulden im Griff, bevor der nächste Neuaufbau beginnt
Gradion begleitet Produktteams durch harte Priorisierungsentscheidungen, ohne dass die Lieferfähigkeit darunter leidet.