Betreiber von Multi-Brand E-Commerce
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Multi-Brand E-Commerce-Betreiber: Ein Plugin-Konflikt während der Shopware-Migration wurde zum Musterbeispiel für Service-Wiederherstellung. NPS 10. Ein Senior-Experte ist fest im Team integriert. Da…

Überblick

Kunde

Multi-Brand E-commerce Operator

Branche

Handel & E-Commerce – B2B-Textilhandel und individuelle Textildrucke

Region

Deutschland

Größe

EUR 6M balance sheet (2023, +25% YoY); three active online shops

Herausforderung

Service-Wiederherstellung: Plugin-Konflikt, abweichende Qualitätsstandards und Mängel im Kollaborationsprozess während der Shopware-Migration

Leistungen

Unterstützung bei der Shopware-Migration, Entwicklung kundenspezifischer Plugins, Code-Refactoring, Abstimmung von Qualitätsstandards, Befähigung der Entwickler, kontinuierlicher Support

Dauer

Laufend

Team

Nicht spezifiziert

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Kundenkontext

Der Kunde betreibt in Deutschland drei separate B2B- und B2C-Onlineshops, spezialisiert auf Mode, B2B-Werbe- und Arbeitskleidung sowie Reitsportartikel. Jeder Shop bedient eine eigene Kundenbasis mit spezifischer Geschäftslogik, nutzt jedoch eine gemeinsame technische Infrastruktur. Das Unternehmen hat sich im deutschen E-Commerce-Mittelstand als pragmatischer, technologieorientierter Betreiber etabliert. Die Bilanzsumme wuchs 2023 um 25 % auf 6 Millionen Euro. Als Commerce-Plattform setzt das Unternehmen Shopware ein und hatte eine Migration vom Altsystem OXID initiiert, um die Abläufe über alle drei Bereiche hinweg zu modernisieren.

Die Herausforderung

Nfq Summit 2023 Networking Event Attendees 2

Gradion wurde beauftragt, die Migration des Kunden von OXID zu Shopware zu unterstützen, beginnend mit dem Modesegment. Das interne Team des Unternehmens übernahm die Migration des Reitsport-Segments. Obwohl die Shops eine gemeinsame Infrastruktur nutzten, waren ihre Geschäftsanforderungen unterschiedlich – eine Komplexität, die sich als entscheidend erweisen sollte. Gradion entwickelte eine Reihe kundenspezifischer Plugins, die auf die spezifischen Anforderungen des Modesegments zugeschnitten waren. Eines dieser Plugins wurde später von einer anderen Partei im Reitsport-Segment wiederverwendet, ohne vorherige Abstimmung mit Gradion oder gemeinsame Tests gegen die abweichende Geschäftslogik des Reitsport-Segments. Das Plugin funktionierte zwar, doch in einer Live-Umgebung mit unterschiedlichen Betriebsregeln führten kleine Inkompatibilitäten zu operativen Problemen. Es entstand ein vielschichtiges Problem: Technische Fehlfunktion: Das Plugin war für das Modesegment entwickelt worden. Ohne Anpassung im Reitsport-Segment eingesetzt, führte es zu Reibungsverlusten mit dessen spezifischen Prozessen. Diese Probleme traten schrittweise im Produktivbetrieb auf, nicht in Tests. Lücke bei Standards: Einige der von Gradion angewandten Entwicklungspraktiken entsprachen nicht vollständig den internen Qualitätsanforderungen des Kunden. Dies wurde erst entdeckt, als der Plugin-Konflikt auftrat. Zu diesem Zeitpunkt mussten beide Teams ein offenes Gespräch darüber führen, was „fertig“ bedeutet. Kommunikationsfehler: Die Ursache war weder böse Absicht noch Inkompetenz. Das Plugin wurde als gut gemeinte Abkürzung wiederverwendet. Diese Abkürzung umging jedoch die Abstimmungs- und Testschritte, die das Problem hätten aufdecken können. Das System war nicht wegen schlechten Codes fragil, sondern wegen einer Kommunikationslücke im Prozess. Die Frage zu diesem Zeitpunkt war nicht technischer Natur. Es ging darum, ob die Beziehung genügend Vertrauen und Reife besaß, um das Problem offen anzugehen und gestärkt daraus hervorzugehen.

Der Ansatz

Nfq Company Event Stage Celebration Crowd

Gradion wandte das Service-Recovery-Paradoxon als bewusstes Rahmenwerk an: das Prinzip, dass ein gut bewältigter Fehler einen Kunden zufriedener machen kann, als wenn das Problem nie aufgetreten wäre. Der Ansatz strukturierte sich in vier Arbeitsbereiche. Gemeinsame Diagnose mittels 5-Why-Methode: Gradion setzte einen erfahrenen Shopware-Spezialisten ein, der direkt mit dem Team des Kunden zusammenarbeitete. Gemeinsam analysierten die beiden Teams das Problem systematisch mittels der 5-Why-Methode zur Ursachenforschung. Die Diagnose bestätigte die Vermutung beider Parteien, dass das Kernproblem ein Kommunikationsbruch im Übergabeprozess war und keine grundlegenden Qualitätsmängel vorlagen. Vereinheitlichte Codierungsstandards: Unter Einbeziehung des Kunden entwickelte Gradion eine detaillierte Checkliste für Codierungsstandards, die die Erwartungen des Unternehmens explizit widerspiegelte. Diese wurde zum Referenzstandard des Projekts, leitete einen umfassenden Code-Refactoring-Plan mit definierten Meilensteinen und wandelte die angesammelten technischen Schulden in eine dokumentierte und getestete Basis um. Prozessneugestaltung und Wissensaustausch: Gradion überarbeitete seine internen Überprüfungsprozesse für das Engagement, führte strenge Code-Review-Prüfpunkte ein und ernannte den erfahrenen Spezialisten zum finalen Qualitäts-Gatekeeper vor jeder Auslieferung. Über die Prozesse hinaus führte der Spezialist Shopware-Schulungen und Wissensaustausch-Sitzungen für das Team des Kunden durch, die als Zeichen der Verantwortung und als Investition in gemeinsame Fähigkeiten kostenlos angeboten wurden. Strukturierter Dialog und gemeinsame Priorisierung: Statt isolierter Lieferungen etablierten Gradion und der Kunde einen Rhythmus regelmäßiger, offener Gespräche. Refactoring-Arbeiten wurden zusammen mit der Entwicklung neuer Funktionen in einem transparenten Backlog priorisiert, das beide Teams gemeinsam überprüften, um sicherzustellen, dass jede Entscheidung auf dem Geschäftsnutzen und nicht nur auf technischen Präferenzen basierte.

Die Ergebnisse

Das Wiederherstellungs-Engagement endete nicht mit einer notdürftig geflickten, sondern mit einer deutlich gestärkten Beziehung. NPS 10 / 10: Der Net Promoter Score des Kunden am Projektende. Dies war die höchstmögliche Punktzahl, vergeben nach der schwierigsten Phase des Engagements. Erfahrener Spezialist dauerhaft integriert: Der Spezialist, der die Wiederherstellung leitete, wurde ein festes Mitglied des Kunden-Account-Teams. Dies diente als strukturelles Signal für das aufgebaute Vertrauen und das Engagement für Kontinuität. Codierungsstandards kodifiziert: Die während der Wiederherstellung entwickelte Standard-Checkliste wurde zu einem dauerhaften Referenzdokument für den Account, was die Mehrdeutigkeit bei allen zukünftigen Lieferungen reduzierte. Kollaborationsmodell transformiert: Was zuvor eine konventionelle Lieferbeziehung mit Übergaben und impliziten Erwartungen war, entwickelte sich zu einem integrierten Arbeitsmodell mit gemeinsamen Standards, gemeinsamer Priorisierung und vorhersehbarer Qualität. Das Ergebnis bestätigte Gradions Überzeugung bezüglich Kundenbeziehungen: Ein gut bewältigter schwieriger Moment wird zum Beweis einer echten Partnerschaft.

Leistungen & Technologie

Erbrachte Leistungen

  • Shopware-Migrationsunterstützung (OXID zu Shopware)
  • Entwicklung kundenspezifischer Plugins
  • Code-Refactoring und Abbau technischer Schulden
  • Definition und Abstimmung von Qualitätsstandards
  • Entwickler-Befähigung (Shopware-Schulungen)
  • Ursachenanalyse und Prozessneugestaltung
  • Laufende Entwicklung und Account-Betreuung

Technologie-Stack

  • Shopware (commerce platform)
  • OXID (legacy platform, migrated from)
  • Custom Shopware plugins
  • 5 Whys (root cause methodology)

Engagement-Modell

Projektabwicklung; entwickelte sich zu einer langfristigen Kundenbeziehung

Sprechen Sie uns an, wenn Sie Unterstützung bei der Wiederherstellung einer Lieferung oder der Anhebung von Standards b…

Die richtige Antwort ist eine strukturierte Wiederherstellung, kein kompletter Neustart. Schildern Sie uns Ihre Situation.