7 Tage, 1 Entwickler, 6 Sprachen: Wie wir die neue GRADION Webseite gebaut haben.
KI

7 Tage, 1 Entwickler, 6 Sprachen: Wie wir die neue GRADION Webseite gebaut haben.

Lars Jankowfsky

Lars Jankowfsky

1 March 2026

Der Standard für eine Enterprise-Website? Vier Monate. Ein aufgeblähtes Team aus Projektmanagern, Textern und SEO-Beratern schiebt wochenlang Wireframes hin und her und präsentiert Ihnen am Ende eine sechsstellige Rechnung. Dieser Prozess ist bewusst langsam konzipiert, um Agentur-Stunden zu verkaufen.

Wir haben diese gesamte Plattform in sieben Tagen live genommen. 1 Entwickler. 6 Sprachen. 100 % DSGVO-konform. Zero Lizenzgebühren.

Hier ist der Tech-Stack dahinter - und warum diese Methodik Ihre Erwartungen an IT-Dienstleister für immer verändern sollte.

Schritt 1: Den Content-Engpass ausschalten

Content ist in jedem Web-Projekt der Flaschenhals. Der alte Weg: Ein Texter interviewt Ihre Fachabteilungen wochenlang, nur um am Ende generische Phrasen zu liefern. Wir haben das komplett übersprungen.

Mithilfe einer KI-Pipeline haben wir unsere gesamten Unternehmens-Laufwerke - Architekturdiagramme, interne Whitepaper, Pitch-Decks und technische Dokus - gescannt und strukturiert. Das LLM extrahierte unsere Engineering-DNA, unseren Tech-Stack und unsere Use Cases direkt aus der Quelle. Kein Rätselraten. Was eine Agentur in vier Wochen zusammenträgt, passierte hier in wenigen Stunden.

Schritt 2: Skalierung der Brand Voice (ohne Bullshit)

Rohe Fakten ohne Struktur sind wertlos. Wir haben der KI einen extrem strikten System-Prompt (den Gradion Voice Skill) verpasst: Direkt, präzise, umsetzungsorientiert. Streiche jedes Berater-Bingo. Jeder Output wurde an diesem Standard gemessen. So haben wir Hunderte Seiten an knallhartem B2B-Content in einem wiederholbaren Prozess erstellt und automatisiert für sechs globale Märkte lokalisiert. Dauer: Stunden, nicht Monate.

Schritt 3: Die automatisierte Asset-Pipeline

Eine Enterprise-Website braucht glaubwürdiges Material. Wir hatten Tausende unstrukturierte Bilder, Diagramme und Event-Fotos unseres 320-köpfigen Teams auf diversen Servern verstreut.

Anstatt Bilder manuell hochzuladen und zu sortieren, haben wir die gesamte Bibliothek durch eine KI-Vision-Pipeline gejagt. Jede Datei wurde maschinell gescannt, verschlagwortet, für extreme Ladezeiten web-optimiert und dynamisch den passenden Content-Blöcken zugewiesen. Eine saubere Medienbibliothek aus purem Daten-Chaos - ganz ohne manuelle Fleißarbeit.

Schritt 4: Hardcore Open-Source Architektur

Kein proprietäres Agentur-CMS. Kein Vendor-Lock-in. Keine monatlichen Lizenz-Fallen. Wir haben einen extrem schnellen, skalierbaren Stack aufgesetzt, der uns zu 100 % gehört.

Was an Tag 7 in Produktion ging:

  • Dynamisches Routing für 6 lokalisierte Märkte.
  • High-Performance Engine für Blog, Newsfeed und Lead-Gen Downloads.
  • Native DSGVO-Konformität mit integrierter Analytics direkt im Core.

Das ist kein Provisorium. Das ist eine massiv skalierbare, produktionsreife Infrastruktur.

Was das für Ihre IT-Roadmap bedeutet

Wenn eine Digitalagentur Ihnen heute vier Monate Bauzeit und 150.000 Euro für einen Plattform-Relaunch anbietet, bezahlt Ihr Budget deren ineffiziente Prozesse. Sie verkaufen Ihnen einen Workflow von gestern.

Das hier ist keine isolierte Tech-Demo. Es ist exakt die Methodik, mit der wir Kundenprojekte angehen: Wir nutzen KI, um die manuelle Fleißarbeit radikal zu automatisieren, und Senior-Engineering, um das System wasserdicht in die Produktion zu bringen. Die Tools für diese Geschwindigkeit existieren längst – die meisten IT-Dienstleister weigern sich nur, sie zu nutzen, weil es ihr lukratives Geschäftsmodell zerstört.

Lars Jankowfsky

About the author

Lars Jankowfsky

Lars Jankowfsky ist ein erfahrener Tech-Unternehmer, ehemaliger VP Engineering bei Kayak und Gründer von Gradion. Mit über 30 Jahren Engineering-Erfahrung – vom Aufbau von OXID eSales (über 7 Mrd. USD GMV) bis zur Skalierung hochperformanter Entwicklungsteams in Südostasien – teilt er seine Erkenntnisse. Lars schreibt über die ungeschönte Realität der Skalierung von B2B-Commerce, der Modernisierung von Altsystemen und dem erfolgreichen Navigieren durch den KI-Tsunami. Keine leeren Versprechungen. Nur messbare Ergebnisse.

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